Herr Bernd Meyer

Bremer mit Fotokamera

RABBIT HOLE

RABBIT HOLE
Kunsttunnel Bremen

Kunsterläuterung

Der Werktitel „Rabbit Hole“ (Kaninchenbau) nimmt Bezug auf die Geschichte „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, in der ein Tunnel in eine magische Welt führt, wo viele surreale Dinge passieren. In diesem Sinne ist der Betrachter aufgefordert, die vielschichtigen, mystischen oder skurrilen Begebenheiten und Geschichten auf der Tunnelwand zu entdecken. Auf dieser Reise wirft die Suche nach Antworten immer wieder neue Fragen auf.

Entstehung

Im Oktober 2016 schrieb der Senator für Kultur einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Bremer Kunsttunnels aus, den der Bremer Künstler Johann Büsen gewann. Innerhalb von 3 Monaten wurden Ideen und Motive recherchiert, gesammelt und bearbeitet. Ab März wurde auf Grundlage des Entwurfs 4 Monate lang mit Hilfe von Maus, Tastatur, Grafiktablet und diversen Programmen am Computer das Gesamtbild erstellt und farbig und kompositorisch ausgearbeitet. Abschließend wurde das Bild im Atelier gedruckt und im August 2017 vor Ort montiert.

Technische Daten

Der Druckauftrag für 200 Papierbahnen dauerte 80 Stunden, bei einer Gesamtfläche von 500 qm. 3 Liter lichtechte Pigmenttinte wurden für die „Fine Art Prints“ benötigt. Die Drucke sind mit 200 kg Spezialkleber montiert und mit 40 Liter Klarlack gegen Witterung versiegelt. Die gesamte Tunnellänge beträgt 2,3 Mio. Pixel. Jede Bahn mit den Maßen 250 x 100 cm hat eine Auflösung von 30.000 x 12.000 Pixeln und somit 360 Megapixel. Die Größe der Vektordateien beträgt 1 GB sowie 5 GB für die Druckvorlagen.

Arbeitsweise

Der Computer dient Johann Büsen als Archiv für seine Kunst. Durch digitale Bearbeitung werden die ursprünglichen Motive getrennt, verfremdet, überlagert und zu neuen Bildwelten verdichtet. Die Motive stammen aus Politik, Natur, Literatur, Film, Kunst sowie Wissenschaft und Alltagskultur. Durch Techniken heutiger Zeit erstellt, spiegeln die Arbeiten das Leben des 21. Jahrhunderts und dessen Informationsvielfalt wider. Sie stellen Standpunkte ebenso in Frage, wie sie mit der Fantasie und Erinnerung des Betrachters spielen.

Künstler

Johann Büsen, geb. 1984, lebt und arbeitet in Bremen. Er studierte 2005-2010 an der Hochschule für Künste. 2010 erhielt er den Paula Modersohn-Becker Nachwuchs-Kunstpreis der Kunsthalle Worpswede. Seit 2003 hat er an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.

Und sonst?

Soweit die Fakten der im Kunsttunnel angebrachten Infotafeln. Meine persönliche Meinung hatte ich ja bereits hier kundgetan, und an der hat sich auch nicht viel geändert. Ich finde das Werk weiterhin wunderbar, doch ist es schon merkwürdig das ich plötzlich nicht mehr der einzige bin, welcher im Kunsttunnel fotografiert. Damit ist wohl schon deutlich genug angedeutet, das sich das Publikum erkennbar verändert hat. Trotzdem, doch auch wie es zu erwarten war, durfte Johann Büsen bereits jetzt erfolgte Interaktionen durch Passanten beseitigen. Das heißt für mich, das ich auch in Zukunft den Kunsttunnel weiter unregelmäßig besuchen werde um nach Neuem Ausschau zu halten.
Und allen Kunstinteressierten die den „Kaninchenbau“ von Johann Büsen noch nicht besucht haben kann ich einen Besuch nur wärmstens empfehlen.

 

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