Herr Bernd Meyer

Bremer mit Fotokamera

„Huckelrieder Mahnmal“

Gedenkstein soll an Zwangsarbeit erinnern

DSC01661

Das soll er also sein, der Gedenkstein für die im Zweiten Weltkrieg in Huckelriede unter schrecklichsten Bedingungen gestorbenen Zwangsarbeiter/innen. Auf dem Gelände der früheren Hindenburg-Kaserne wurden von 1942 bis 1944 mehr als 1000 osteuropäische und jüdische KZ-Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht. Viele von ihnen starben dort. Und nun sollen vor allem junge Menschen mit dem Mahnmal über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufgeklärt werden. Wie das funktionieren soll, erschließt sich mir nicht wirklich, aber was weiß ich denn schon von Kunst. Keine Tafel mit erklärenden Worten über die Bedeutung der zwei Granitplatten mit dem gelben Kunststoff dazwischen. Doch vielleicht kommt die Tafel ja noch, muss ja auch nicht alles schon fertig sein, wenn Bürgermeister Sieling das Mahnmal enthüllt. Außerdem ist das Denkmal ja auch selbsterklärend, zumindest mir kommt bei dem Gedanken an damals und an das Mahnmal der selbe Begriff in den Kopf, nämlich: Schrecklich! Vielleicht soll das Kunstwerk aber auch nur darstellen, was die damaligen Anwohner von Huckelriede gesehen haben, oder richtiger, gesehen haben wollen, nämlich nichts. Vielleicht ist aber auch das Thema Nationalsozialismus derzeit einfach nicht mehr aktuell genug, obwohl Moment, das stimmt leider auch nicht wirklich. Bleibt also am Ende wieder nur Zynismus, weswegen das Mahnmal für Zwangsarbeit wohl auch von Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Bremen angefertigt wurde.

Fotos © Herr Bernd Meyer

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2 Kommentare zu “„Huckelrieder Mahnmal“

  1. sex
    2016/02/06

    ihnen bleibt am ende vielleicht zynismus, ich find das teil ganz gut.. und die situation von jva Insassen ist nun wirklich nicht mit der von Zwangsarbeitern zu vergleichen sorry

  2. Bremerin
    2016/03/08

    ich habe mir das Mahnmal gestern angesehen und hatte dieselben Gedanke, wie Herr Meyer. Sehr schade finde ich, dass es keine Tafel zu dem Gedenkstein gibt, der über diesen ehemals schrecklichen Ort Auskunft gibt. Die Tatsache, dass der Stein von Inhaftierten der JVA gefertigt wurde, empfand ich auch als „merkwürdig“, selbst wenn man die Situation nicht vergleichen kann.

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