Herr Bernd Meyer

Bremer mit Fotokamera

Es gibt immer eine Alternative

Stehbrunzhosen vs. Toiletten-Mafia

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Viele junge Leute können es sich wahrscheinlich nur schwerlich vorstellen, aber es gab tatsächlich eine Zeit, da konnten öffentliche Toiletten genutzt werden ohne dafür auch nur einen Cent bezahlen zu müssen.
Damals wurde die „Toilettenfrau“ nämlich noch von ihrem „Arbeitgeber“ und nicht, wie uns heute zu glauben versucht gemacht wird, von ihrem „Kunden“ bezahlt.
Zu Beginn der Einführung des sogenannten Trinkgeldes für die „Klofrau“ konnte sie das Geld wohl behalten, aber schon bald sprach sich herum, das sie alles ihrem „Arbeitgeber“ geben muss, wodurch dem „Arbeitgeber“ mit etwas Glück die Lohnkosten oder sogar mehr wieder in die Tasche zurück flossen.
Doch mit diesem Wissen ausgestattet wollten die „Kunden“ kein „Trinkgeld“ mehr zahlen, also sah sich die „Toilettenmafia“ gezwungen das „Eintrittsgeld“ für Toiletten einzuführen. Besonders auf Autobahnraststätten hat sich daraus ein Geschäft entwickelt, welches die Einnahmen durch den sonstigen Verkauf teilweise deutlich überragt. Doch keinen einzigen Pfennig darf die nette Person, welche die Toiletten sauber hält, davon behalten.
Mittlerweile gibt es ja sogar Drehkreuze vor den Toiletten, welch Perversion des Kapitalismus.
Doch wie war das eigentlich vor der Einführung von öffentlichen Toiletten? Nun, die Männer gingen um die Ecke, und damals bestand noch keine Gefahr dort von irgendeiner Kamera erwischt zu werden, und die Frauen hatten es noch besser, sie brauchten noch nicht einmal um die Ecke gehen. Die werten Damen trugen lange Röcke und unterhielten sich noch während sie der Natur ihren freien Lauf ließen. Unter den Röcken trugen sie Stehbrunzhosen, welche im Schritt offen waren, so das mit etwas Übung die Kleidung trocken blieb. Erst als die Damen sich weiter bewegten sah man dort wo sie sich vorher erleichterten die Pfützen. Auch irgendwie pervers, aber nicht so sehr wie das Spiel der „Toiletten-Mafia“.
Ob die Wiedereinführung der Stehbrunzhosen eine Lösung im Kampf gegen „Notdurft-Abzocke“ ist, weiß ich nicht, aber es wäre eine Freude irgendwann in den Nachrichten von einem Verbot der mittlerweile sehr beliebten Stehbrunzhosen zu hören. Und wenn ich mir dann noch vorstelle wie die werten Gesetzeshüter die Einhaltung des Verbotes kontrollieren wollen, wird es schon wieder pervers. Vielleicht ist aber auch das ganze Leben einfach pervers, wer weiß das schon so genau.
So sehen Stehbrunzhosen jedenfalls aus:

Fotos © Bernd Meyer 

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