Herr Bernd Meyer

Bremer mit Fotokamera

Die Zigarrenmacher

Die Zigarrenmacher

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„Die Zigarrenmacher“ von Holger Voigts erinnern an die früher im Buntentor ansässigen Zigarrenmacher. Die Halbfiguren aus Bronze stehen seit 1984 im Buntentorsteinweg an der Ecke Kirchweg. Fünf Zigarrenmacher zeigen jeder eine andere Stufe der Zigarrenherstellung. Zwischen ihnen liegt ein aufgeschlagenes Buch, in dem folgender Text zu lesen ist:
„Um 1850 war jeder 6. Bremer in der Zigarrenindustrie tätig. Viele Zigarrenmacher lebten und arbeiteten in den kleinen Häusern hier im Buntentor. Ein Zigarrenmacher musste bis zu 1000 Zigarren am Tag machen. Dafür musste er 12-14 Stunden arbeiten. Die Zigarrenmacher beschäftigten Vorleser, die ihnen bei der Arbeit aus Zeitungen oder Büchern vorlasen. Auf diese Weise über das Zeitgeschehen informiert, konnten sie sich schon früh für die Rechte der Arbeiter einsetzen. Sie bildeten schon 1849 ihre 1. Gewerkschaft, gründeten Arbeiter-Unterstützungsklassen und ähnliches, durch die Bremens Rolle als Seehafen erhalten blieb.“
Die Bewohner des Buntentors wurden damals übrigens „Geelbeene“ genannt. Angeblich weil sie sich nach ihrem Arbeitstag erlaubten ein paar Tabakblätter um ihre Beine zu wickeln, um sie so heraus zu schmuggeln. Die Tabakblätter färbten dann die Beine gelb, daher „Gelbbein – Geelbeen“.

Fotos © Bernd Meyer

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