Herr Bernd Meyer

Bremer mit Fotokamera

Machs gut Karin!

Der Tod ist ein Arschloch

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Das Leben ist endlich, ja ich weiß, trotzdem ignorieren wir es, bis der endgültige Moment unausweichlich vor der Tür steht. Und wenn es soweit ist? Nun, für die oder den Verstorbenen wissen wir nicht was passiert. Vielleicht ist es der Schritt ins Paradies, in ein neues Leben, oder das Spiel ist einfach aus. Das einzige was wir wissen ist was es mit den Überlebenden macht. Jeder hat eine eigene Art mit der Trauer um zu gehen. Manch einer verdeckt seine Trauer mit Wut, andere lassen sich in ihre Trauer fallen, als gäb es kein Morgen. Einige suchen ihr Glück in Religion, andere verfluchen Gott, dafür das er den Tod geschehen ließ. Die Auswirkung ist sehr individuell. Sicherlich hängt es davon ab, wie nah die Person einem stand. Das ist auch gut so, schließlich sterben täglich Menschen, und wir können nicht für jeden das selbe fühlen. Stirbt aber jemand besonderes, wäre es sehr beunruhigend wenn wir keine Trauer empfinden würden.

Wie gesagt, jeder geht anders mit der Trauer um, manch einer täuscht aber auch nur sein Mitgefühl vor, aus Angst vor den Reaktionen der wirklich Trauernden. So kommt es mir auch bei dem aktuellen Todesfall vor. Wenn ich zum Beispiel bei den Facebook-Seiten der „Superstars“ des Bremer Geschichtenhauses  lese, wie sehr sie den Tod eines ihrer „Fans“ bedauern, kommt mir die Galle hoch, denn ich gehöre zu denen die ihre Trauer lieber in den Kanal der Wut umleiten. Jedenfalls sind diese beiden selbsternannten Entertainer anscheinend schon so sehr in ihrer Traumwelt verfangen, das sie Karin wirklich als einen ihrer Fans, und nicht als eine Kollegin, oder besser noch Freundin angesehen haben. Naja, wir die wir Karin nicht als Fan bezeichnen sondern als Freundin und/oder Kollegin haben jetzt zwar mehr mit der Trauer zu kämpfen, aber dafür hatten wir die Ehre Karin so sehr gekannt zu haben, das wir sie nun vermissen.

Karin hatte immer ein Lächeln im Gesicht. War dies mal nicht der Fall, hatte sie ein Lachen im Gesicht.  Sie war sehr krank, aber sie wollte sich nicht davon runter kriegen lassen. „Was soll ich denn zu hause sitzen und jammern“, sagte sie. „Lieber genieße ich das Leben und halte mich unter Menschen auf.“ Damit hat sie nicht nur sich, sondern auch vielen anderen einen großen Gefallen getan, denn ihr Lächeln war so bezaubernd und ansteckend das sie allein mit ihrer Anwesenheit Tage retten konnte. Jetzt müssen wir leider ohne sie auskommen, aber wir werden es schaffen. Doch wir werden noch viel an sie denken und über sie reden. Und der oder die eine oder andere wird sicher noch ein paar Tränen fließen lassen, aber auch das ist gut so. Hoffen wir das es Karin gut geht, egal wo sie jetzt ist.
Machs gut Karin!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/08/26 von in Weiteres und getaggt mit , , , , , , .

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